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Optimierung von drei Artenschutzgewässern im Altkreis Wiedenbrück für Laubfrosch und Eisvogel
28.09.2016
Das Reich des Froschkönigs, wie er im Märchen genannt wird, hat sich mittlerweile aufgrund der intensiven Landbewirtschaftung auf wenige inselartige Vorkommen verkleinert.

Der Laubfrosch benötigt für die Reproduktion Gewässer mit einer sehr guten Wasserqualität und mit wärmeren Wasserbereichen, wo er seinen Laich ablegen kann.




Die Biostation hat in Langenberg zwei Teiche und in Rheda-Wiedenbrück einen Teich für den kleinen Frosch optimiert. 

Dazu wurden die Gehölze stark zurückgeschnitten, bzw. am Südufer komplett entfernt.






Danach wurden Schlamm und Rohrkolben aus den Gewässern gebaggert, um die Wasserqualität zu verbessern. 

Am Südufer wurden Falchwasserzonen angelegt, die sich bei Sonneneinstrahlung erwärmen und dem Laubfrosch gute Bedingungen zur Laichablage bieten.



 





Dieser Teich war vor der Maßnahme stark verschlammt und mit Rohrkolben bewachsen. Durch den Eintrag von Nährstoffen war er stark eutrophiert. Der Laubfrosch hat hier keine guten Bedingungen zur Ansiedlung vorgefunden.




Nach den Baggerarbeiten: Das Gewässer wird sich im Uferbereich schnell wieder von selbst begrünen. Sobald sich die Schwebteilchen im Wasser absetzen und sich der Teich noch weiter mit Wasser füllt, weist der Teich eine gute Wasserqualität auf.
Mit Hilfe der Sanierung der Gewässer werden dem Laubfrosch schon bald gute Bedingungen zur Ansiedlung geboten. 
Am westlichen Ufer haben wir zudem eine Steilwand in den Erdwall  angelegt. Diese Wand bietet dem Eisvogel gute Bedingungen zum Brüten.

Der Eisvogel ernährt sich fast ausschließlich von Fisch und ist daher mit seinem Lebensraum stark an Gewässer gebunden. 

In strengen Wintern mit länger anhaltendem Frost kann die Population aufgrund von Nahrungsmangel einbrechen. 

Mit einer hohen Reproduktionsrate kann der Eisvogel die Verluste wieder ausgleichen. 

Dazu benötigt er ausreichend Brutmöglichkeiten in Form von Steilwänden, in die er seine Niströhren graben kann.  



Die Biologische Station hat die Lebensraum verbessernden Maßnahmen für den Laubfrosch und für den Eisvogel  im Rahmen des Programmes „Artenreiche Feldflur im Kreis Gütersloh“  durchgeführt. Lesen Sie hier den Pressebericht zu den Schutzmaßnahmen!

Das Programm "Artenreiche Feldflur im Kreis Gütersloh" wurde im Sommer 2013 ins Leben gerufen und wird von der Biostation im Auftrag des Kreis Gütersloh in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer, dem Verein für Landschaftspflege, den Jägern und Imkern sowie der Koordinierungsstelle Energie und Umwelt des Kreises Gütersloh umgesetzt.


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