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Einladung zum Vortrags- und Diskussionsabend „Energie aus Blütenpflanzen – Chance für die Energiewende, für Natur und Kulturlandschaft“ in Werther am 26.2.2015
29.01.2015
Der Kreis Gütersloh, Untere Landschaftsbehörde, die Koordinierungsstelle Energie und Klima und die Stadt Werther (Westf.) lädt Sie zu einem interessanten Vortrags- und Diskussionsabend zum Thema 

„Energie aus Blütenpflanzen – Chance für die Energiewende, 

für Natur und Kulturlandschaft“

am Donnerstag, den 26. Februar 2015 um 19.30 Uhr

in die Bürgerbegegnungsstätte „Haus Werther“, Schloßstraße 36 in Werther ein.

 Der Landwirt Werner Kuhn, Initiator von dem deutschlandweiten Wildpflanzenprojekt  wird über seine jahrelangen Erfahrungen im Anbau von Blütenpflanzen zur Biogaserzeugung berichten. Weitere Beiträge liefern Markus Degener, Landeigentümer und Jäger aus Oelde, sowie der Biogasbetreiber Rainer Niedermeyer aus Borgholzhausen.


Unsere Kulturlandschaft hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Großflächige Maisäcker dominieren insbesondere im Umfeld von Biogasanlagen das Landschaftsbild. Die Folge der sogenannten Vermaisung der Landschaft ist der Verlust von Strukturen und von Nahrungshabitaten.

In der Feldflur macht sich dies wiederum in der Artenvielfalt bemerkbar. Beim Kiebitz haben wir im Kreis Gütersloh innerhalb der letzten 3 Jahre einen Rückgang von 30 %. Bei der Feldlerche, einst unsere häufigste Feldvogelart, haben wir in den letzten 30 Jahren einen Bestandseinbruch von über 70 %



Der
 Umweltausschuss des Kreises Gütersloh sieht den eindeutigen Handlungsbedarf, sich für den Erhalt der Biologischen Vielfalt und für eine Trendwende im Artenrückgang zu engagieren. 

Im Sommer 2013 ist zu diesem Zweck das Programm "Artenreiche Feldflur im Kreis Gütersloh" ins Leben gerufen worden.

Das Programm enthält Schutzmaßnahmen für ausgewählte Zielarten und Lebensräume. Die Umsetzung erfolgt im Auftrag des Kreises Gütersloh durch die 
Biologische Station, durch die Vertreter der Landwirtschaft, der Jäger und der Imker sowie durch die Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh.
 

Eine gezielte Maßnahme ist - als Ergänzung zum Mais - die Einsaat einer ertrag- und artenreichen Wildpflanzenmischung
zur Energiegewinnung in Biogasanlagen
. Für die Anlaufphase konnten im Jahr 2014 vier Landwirte im Kreis Gütersloh gewonnen werden, die Mischung aus über 20 Blühpflanzen auf 1 bis 2 ha anzubauen.
 

Die blütenreichen Pflanzen bleiben mindestens fünf Jahre stehen und werden im Herbst geerntet. Die Bewirtschaftung ist deutlich extensiver (geringere Düngegaben, keine Pflanzenschutzmittel, keine jährliche Bodenbearbeitung und Saat) und der Ertrag liegt ab dem zweiten Standjahr immerhin bei 60 % von dem von Silomais.

Die blütenreichen Wildpflanzen bieten einer Vielzahl an Tierarten Deckung, Nahrung und möglicherweise auch Brutstandorte. Insekten, Wildtiere, wie Hasen und Rehe, Fledermäuse und Feldvögel können somit im Bestand gefördert werden. 



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