zum Inhaltsverzeichnis

 

Einleitung

 

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

aufgrund von Anfragen im Umweltausschuß des Kreises Gütersloh entstand der Gedanke, ein Projekt zur Sicherung und Förderung charakteristischer Arten und deren Lebensräume im Kreis Gütersloh zu erarbeiten. Die Biologischen Stationen Gütersloh/Bielefeld und Senne, die im Rahmen der Schutzgebietsbetreuung bereits umfassende Daten erhoben haben, erhielten daraufhin den Auftrag, ein praxisbezogenes Schutzkonzept für die typische Fauna und Flora des Kreises Gütersloh zu entwickeln. Das Ergebnis liegt nun vor Ihnen:

Das Artenschutzhandbuch für den Kreis Gütersloh

Dieses Buch soll insbesondere Städten und Gemeinden Anregungen bei der Planung und Umsetzung von Naturschutz- und Ausgleichsmaßnahmen geben. Es soll aber auch ein Informations- und Ratgebermedium für alle am Naturschutz und der Arterhaltung im Kreis Gütersloh interessierten Personen - gleich, ob haupt- oder ehrenamtlich tätig - sein. Es besteht in Kapitel 1 aus einem informellen Teil, in Kapitel 2 aus dem umsetzungsorientierten Teil.

Kapitel 1 – Artensteckbriefe, Großlandschaften und Lebensraumtypen

Der informelle Teil stellt ökologische Beziehungen dar, vermittelt Fakten und charakterisiert die im Kreisgebiet vorkommenden schützenswerten Lebensräume. Beispielhaft für jeden Lebensraumtyp werden wichtige Leitarten der Tier- und Pflanzenwelt anhand von Arten-Steckbriefen in Bild und Text vorgestellt. Jeder Steckbrief enthält detaillierte Aussagen zur aktuellen und z.T. auch historischen Verbreitung im Kreisgebiet, zu den Biotopansprüchen, zu Gefährdungsursachen und zu Hilfsmaßnahmen.


In der vorliegenden Ausgabe werden 49 Tier- und 27 Pflanzenarten vorgestellt, die mög-lichst typisch für die verschiedenen Lebensräume im Kreis Gütersloh sind. Dabei konnten nur Arten aufgenommen werden, für die ein ausreichender Datenbestand vorhanden ist, wobei gerade bei einigen häufigeren Arten auch noch Lücken vorhanden sind. Diese Lücken können durch weitere Hinweise nach und nach gefüllt und die neuen Daten in eine spätere Überarbeitung eingebracht werden.

Die Mehrzahl der Daten stammt aus den letzten 2-3 Jahren, in Ausnahmefällen wurde auf Nachweise bis zum Jahr 1990 zurückgegriffen. Der Großteil der eingebrachten Daten geht auf Untersuchungen der Biologischen Stationen Gütersloh/Bielefeld und Senne zurück, aber auch die Mitarbeit vieler ehrenamtlich Tätiger findet sich hier wieder (siehe Danksagung am Ende dieses Handbuches!). Die Darstellung der Fundpunkte erfolgt aus Übersichts- und Artenschutzgründen in Form von Rasterpunkten im Meßtischblatt-Viertelquadrant auf der Basis der Topographischen Karte, Maßstab 1:25.000 (eine Erklärung der Darstellung findet sich als Ausklappkarte am Ende des Handbuches).

Wie schon erwähnt, sollte bedacht werden, das der Datenbestand nicht für alle Arten gleich günstig ist. Neben Arten, deren Verbreitung regelmäßig kreisweit erfasst wird (wie Großer Brachvogel, Kiebitz, Bekassine, Uferschnepfe und Steinkauz), gibt es Tiere und Pflanzen, die nur in den betreuten Naturschutzgebieten kartiert werden bzw. Arten, für die nur spora-disch und örtlich begrenzt Daten vorliegen. Nicht in jedem Falle heißt dies jedoch, dass es weitere Vorkommen im Kreis Gütersloh nicht gibt. Sollten Sie also bei einer Art Datenergänz-ungen beitragen können, so teilen Sie uns diese bitte mit – sie werden bei der nächsten Überarbeitung dieses Handbuches berücksichtigt. Überhaupt lebt ein solches Projekt ja vor-nehmlich von der Mitarbeit möglichst Vieler, die alle ihr "Scherflein" zu einer umfassenden und genauen Darstellung des Artenbestandes im Kreis Gütersloh beitragen.

Die drei Großlandschaften bzw. deren 16 Lebensraumtypen werden mit den Unterkapiteln Charakterisierung, Landschaftsprägende Bestandteile sowie Listen der typischen Floren- und Faunenvertreter und im Bild vorgestellt. Am Ende dieses Kapitels findet sich eine Übersichtsliste, die für alle in diesem Handbuch aufgeführten Lebensraumtypen die jeweils charakteristischen Leitarten der Fauna und Flora in einer kompakten Auflistung zeigt.

Kapitel 2 – Das Maßnahmenkonzept

Der umsetzungsorientierte Teil besteht aus einem Maßnahmenkonzept. Hier wird ein Katalog geeigneter Maßnahmen zum Schutz der aufgeführten Arten vorgestellt. Der Katalog fasst die in den Steckbriefen vorgeschlagenen Hilfsmaßnahmen in verschiedenen Themenbereichen zusammen. Ebenfalls vorgestellt werden Förderprogramme, die zur Mitfinanzierung geplanter Maßnahmen herangezogen werden können.

Ausblick

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Artenschutzhandbuch ein nützliches Hilfsmittel für Ihre wichtige Arbeit zum Erhalt typischer und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten im Kreis Gütersloh an die Hand geben zu können und freuen uns über Anregungen, Kritik oder Lob von Ihrer Seite. Natürlich wird ein solch komplexes Werk immer einige Unrichtigkeiten und Fehler enthalten. Wir versuchen jedoch, diese in den kommenden Ausgaben auszumerzen und Anregungen von Ihrer Seite umzusetzen.


Die Biologischen Stationen Gütersloh/Bielefeld e.V. und Senne e.V.

 

Ansprechpartner für das Maßnahmenkonzept sind:

Biologische Station Gütersloh/Bielefeld – Ansprechpartner Herr Bernhard Walter

Niederheide 63 – 33659 Bielefeld

Tel: 05209-980101

Biologische Station Senne – Ansprechpartner Herr Peter Rüther

Junkernallee 20 – 33161 Hövelhof-Riege

Tel: 05257-940905

 

ULB Gütersloh – Ansprechpartner Herr Thomas Bierbaum bzw. Herr Hans-Martin Bröskamp

33324 Gütersloh

Tel: 05241 – 852712

 

Im Kreis Gütersloh sind darüber hinaus viele Naturschutzvereine- und -gruppen sowie Einzelpersonen in der Naturschutzarbeit aktiv und leisten täglich wichtige und wertvolle Arbeit im Arten- und Naturschutz. Die o.g. Stellen geben Ihnen bei Fragen oder Problemen zum Naturschutz gerne Auskunft über geeignete Ansprechpartner in ihrer Nähe!