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| 42 Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo) |

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| Lebensraumansprüche |
Die Blauflügel-Prachtlibelle zählt mit ihrer metallisch-glänzenden Körperfärbung und ihren Flugkünsten zu den schönsten heimischen Libellen. Als Fließgewässerart ist sie typischerweise in den Oberläufen (Untere Forellen- bis Äschenregion) von Bächen anzutreffen. Die Larven entwickeln sich über mehrere Jahre im Gewässer und bevorzugen einen mittlere Sommertemperatur von 13-18°C. Der Mindestgehalt an Sauerstoff muss 6mg/l betragen. Dementsprechend bevorzugen die Larven einen Gewässergütebereich von I–II (gering bis mäßig belastet).
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| Verbreitung im Kreis Gütersloh |
Die Blauflügel-Prachtlibelle ist kreisweit nur noch an sehr wenigen Sennebächen wie beispielsweise am Furlbach zu finden. Außerhalb des Kreisgebietes ist sie im Bereich des Truppenübungsplatzes in den oberen Regionen der Fließgewässer noch häufig anzutreffen.
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| Gefährdung und Gefährdungsursachen |
Die Art ist auf der Roten Liste (LÖBF 1999) landesweit als gefährdet eingestuft. Die Gefährdungsursachen lauten ähnlich wie bei der Gebänderten Prachtlibelle: Der Ausbau von noch intakten, strukturreichen Fließgewässern sowie deren Verschmutzung und dadurch bedingte Sauerstoffverringerung. Der Temperaturanstieg nach Einleitungen oder Durchfluss von Stillgewässer (z.B. Sandfangteiche oder fischereilich genutzt Gewässer) stellt insbesondere für diese auf sauerstoffreiche Gewässer angewiesene Art, ein Problem dar.
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| Hilfsmaßnahmen |
Die Renaturierung von Fließgewässern stellt eine wichtige Maßnahme dar, um die Strukturvielfalt eines Bachsystems zu erhöhen. Insbesondere die Befestigung der Ufer mit heimischen Erlen ist eine Pflegemaßnahme, um im ufernahen Wurzelgeflecht Rückzugsgebiete für Larven zu schaffen.
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