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| 14 Nachtigall (Luscinia luscinia) |

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| Lebensraumansprüche |
Die Nachtigall brütet bei uns in unterholzreichen Laub- und Mischwäldern, Gehölzen (z.B. Ufergehölze, Gebüschgruppen) und dichten Hecken sowie strukturreichen Gärten und Parkanlagen. Wesentlich ist das Vorkommen einer Falllaubdecke am Boden als Nahrungsraum und das Vorhandensein einer dichter Krautschicht, die dem Nest und den Jungen Deckung bietet. In der Regel werden Standorte mit frischen bis feuchten Bodenverhältnissen besiedelt. Die Nahrung setzt sich vorwiegend aus kleinen bis sehr kleinen Insekten, kleinen Würmern und anderen Wirbellosen Tieren zusammen.
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| Verbreitung im Kreis Gütersloh |
Für den Teutoburger Wald gibt es nur aus dem Randbereich vereinzelt Brutnachweise (Borgholzhausen). Sowohl im Ravensberger Hügelland, als auch im Ostmünsterland ist die Nachtigall nur noch vereinzelt als Brutvogel anzutreffen. Nachweise liegen u.a. vor aus dem „Versmolder Bruch“ (Ufergehölz an der Neuen Hessel), dem NSG „Rietberger Emsniederung“ (z.B. feuchte Weidengebüsche am Torfweg, Kläranlage an der Ems), der Pixelheide (Herzebrock-Clarholz) und Gütersloh-Blankenhagen.
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| Gefährdung und Gefährdungsursachen |
Wegen großräumiger Bestandsrückgänge wird die Nachtigall in der Roten-Liste von NRW als „gefährdet“ eingestuft. Als Hauptgefährdungsursache muß der Verlust an Lebensräumen angesehen werden. Durch Trockenlegung sowie forstliche Eingriffe werden geeignete Brutbereiche in Wäldern, Ufergehölzen und feuchten Gebüschzonen negativ verändert. Große Gärten mit strukturreicher Vegetation verlieren bei zu intensiver Pflege ihre Attraktivität für die Nachtigall. Auch in Parkanlagen oder auf Friedhöfen werden durch radikale Pflegemaßnahmen (Totalrückschnitt von Gehölzen, Entfernung des Falllaubes) Lebensräume für die Nachtigall zerstört.
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| Hilfsmaßnahmen |
Neben dem Erhalt und der Optimierung der vorhandenen Lebensräume steht die Schaffung neuer Habitate im Mittelpunkt der Hilfsmaßnahmen. Eine Renaturierung von Fluss-, Bach- und Seeufern mit dem Ziel, naturnahe Ufergehölze, Weidendickichte und Randstreifen zu entwickeln, könnte langfristig eine Zunahme der Nachtigall bewirken. Bodenfeuchte Flächen, die keiner Nutzung mehr unterliegen, könnten mit Weiden bepflanzt und der natürlichen Entwicklung überlassen werden. In Parkanlagen sollten naturnahe Gebüschstrukturen gefördert und in geeigneten Teilbereichen der Pflegeaufwand reduziert werden.
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